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Gründe für den Berufsumstieg


Egal, wie alt Sie sind oder in welchem Beruf Sie arbeiten, körperliche oder psychische Belastungen begleiten Sie Tag für Tag bei Ihrer Arbeit. Mit zunehmendem Alter wird es noch wahrscheinlicher, dass die Belastungen zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Was man in seinem Beruf in jungen Jahren gestemmt hat, ist dann oft nicht mehr möglich.


Doch nicht wegen jeder Beschwerde muss gleich der erlernte Beruf gewechselt werden. Viele Belastungen können durch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen beseitigt oder zumindest gemildert werden. Fühlen Sie sich jedoch den täglichen Arbeitsanforderungen Ihres Berufes auf Dauer nicht mehr gewachsen, sollten Sie über einen Berufsumstieg nachdenken. Und zwar bevor Sie ernsthaft erkranken und Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Aber wie erkennt man den Zeitpunkt, ab dem man etwas unternehmen sollte?


Erste Anzeichen früh erkennen


Häufig geben die arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen im Betrieb erste Anhaltspunkte. Die Untersuchungen werden regelmäßig von Betriebsärzten durchgeführt und dienen der Früherkennung und Vorbeugung von arbeitsbedingten Erkrankungen. Sie können dieses Angebot dazu nutzen, Ihre Situation vertraulich zu besprechen und sich beraten zu lassen. Sie können auf Wunsch auch selbst einen Termin vereinbaren, wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihre Gesundheit verschlechtert oder Sie konkrete Beschwerden haben.



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„Menschen, die trotz deutlicher Anzeichen für langfristige Folgen von Fehlbeanspruchungen zu lange im Beruf verharren, werden letztlich irgendwann zum Ausstieg gezwungen. Der Beruf, der über eine Umschulung dann möglich ist, ist in der Regel nicht der Wunschberuf.“


Dr. Frauke Jahn, Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)



Auch wenn Sie keine ärztliche Untersuchung wahrnehmen, sollten Sie der eigenen Gesundheit zuliebe ab und zu über Ihren beruflichen und privaten Alltag nachdenken.


"Ich komme in meinem Berufsalltag nicht mehr mit, weil sich die Arbeitsaufgaben sehr verändert haben."


"Ich spüre, dass sich meine Gesundheit verschlechtert und mir einige Aufgaben zunehmend schwerer fallen."

"Ich habe bereits gesundheitliche Beschwerden, die eine weitere Tätigkeit in meinem Beruf verhindern."


"Ich kann meine Berufstätigkeit immer weniger mit meinem Privatleben vereinbaren."


Trifft die eine oder andere Aussage auf Ihre berufliche Situation zu? Sprechen Sie mit einem Familienmitglied oder einer anderen Vertrauensperson darüber. Meist gibt es auch Vertrauenspersonen im eigenen Betrieb, die der Schweigepflicht unterliegen.